Grün – Farbe der Vitalität

Ich kann mich noch gut an die Worte meiner Großeltern erinnern, wenn ich mal wieder in meinem Brokkoli gestochert habe. „Iss dein Gemüse auf, das ist gesund, Kind“. Ich habe das Zeug trotz aller versprochener Gesundheit, einfach nicht gemocht. Dank der Ernährungsforscherin Victoria Boutenko, die mit ihrer Familie 1990 von Russland in die USA umsiedelte, gibt es heute eine wesentlich ansprechendere Methode, um an die wichtigen Vitamine zu kommen.
2004 beobachtete Victoria Boutenko, zwei Gruppen Schimpansen. Während die eine Gruppe in Gefangenschaft lebte und gefüttert wurde, ernährte sich die zweite Gruppe, ganz nach Affenmanier. Bald stellte sie fest, dass die in Gefangenschaft lebenden Tiere, Mangelerscheinungen entwickelten während die Tiere in Freiheit. Vitaler waren. Victoria fand heraus, dass sie wesentlich mehr pflanzliche, grüne Nahrung zu sich nahmen. Da Schimpansen, den Menschen nicht unähnlich sind, ließ sich diese Entdeckung, auch dementsprechend anwenden. Damit schlug die Geburtsstunde für den grünen Smoothie.

Der Inhalt macht’s

Was aber gehört alles in so einen grünen Smoothie? Zu meiner großen Freude, gehört Brokkoli und anderes Wurzelgemüse schon einmal nicht dazu. Dafür aber lauter anderes gesundes Zeug, wie zum Beispiel, Spinat, Mangold, Federkohl, Minze, Dill, Alfalfa-Sprossen oder auch Wildgemüse wie Löwenzahn, Vogelmiere oder Giersch. Selbst die grünen Blätter von Karotten, Radieschen, roter Bete oder Kohlrabi finden ihre Verwendung in grünen Smoothies.

Kombiniert mit Früchten wie Kiwi oder Mango und 100 prozentigem Orangensaft oder Wasser erhält man so einen leckeren vollwertigen Vitamin- und Nährstofflieferanten. In den Blättern von Karotte, Radieschen und Co. steckt der Rekordgehalt an Mineralien, Vitaminen aus der gesamten Pflanze. Die Blätter der Rote Bete enthalten zum Beispiel achtmal so viel Calcium, dreimal so viel Eisen und Magnesium, sechsmal so viel Vitamin C als die Rote-Bete-Knolle selbst. Es wäre also ein großer Fehler, das grüne Blattwerk wegzuwerfen. In den Blättern befindet sich Chlorophyll und Chlorophyll ist lebensnotwendig.

Basen vs. Säuren

Durch unsere (ver)zivilisierten Essgewohnheiten, neigen wir dazu, übersäuert zu sein. Getreide, Fleisch, sogar Milchprodukte, werden von unserem Stoffwechselsystem sauer umgewandelt. Auch viele Obstsorten und Nüsse sind betroffen. Kaffee oder Alkohol, verstärken dies noch. Durch eine Übersäuerung des Darms, werden viele innere Krankheiten die sich auch äußerlich zeigen, aktiv. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Schuppenflechte. Außer äußeren Einflüssen wie Stress kann auch ein übersäuerter Darm der Auslöser sein. Auch dauernde Müdigkeit kann Anzeichen dafür sein, „dass der Darm sauer“ ist.

Blattgrün hingegen ist basisch und hilft unserem Darm dabei, sich zu regenerieren. Nach und nach stellt sich damit ein Gleichgewicht ein und wir fühlen uns besser. Der enorme Chlorophyllgehalt, wirkt wie ein Schutzschild auf unsere Organe. Victoria Boutenko bemerkte dazu sehr treffend: „Chlorophyll versorgt unseren Körper wie eine liebevolle, fürsorgliche Mutter. Es heilt und reinigt all unsere Organe und vernichtet viele unserer inneren Feinde wie etwa krankheitserregende Bakterien, Pilze oder Krebszellen.“